Il Borgo di Galatina

Bequeme Schuhe und einen entspannten Gang, das ist alles, was man braucht, um Galatina zu entdecken. Seit 1793 ist Galatina eine Stadt, auf Wunsch des Königs, und seitdem trägt sie diesen „Titel“ mit erhobenem Haupte, wohlwissend, dass sie der nahegelegenen Stadt Lecce in nichts nachsteht. Die Gässchen der Altstadt, die Plätze und die gepflasterten Straßen, sind Flure und Säle eines Museums, dessen Dach der freie Himmel ist und das von den Sonnenstrahlen und dem zarten Mondschein erhellt wird.

Galatina ist wie die Leinwand eines Künstlers, bernsteinfarbene „Pinselstriche“ fesseln die Blicke der Besucher, die Barockkirchen sind farbenfrohe Schmuckstücke, das Gold der Decken und Verzierungen wechselt sich ab mit den überfließenden Farben der Gemälde berühmter Maler. Der traditionelle sandfarbene Lecceser Stein vermischt sich mit dem mystischen Rot der von der Tarantel gestochenen Frauen und dem Kult um San Paolo. Die Musik erklingt in den Straßen zwischen mächtigen Toren der Häuser von Philosophen, Bildhauern und Handwerkern, die zu Meilensteinen einer Stadt wurden, die der ganze Süden bewundert.

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Die Geschichte Galatinas, zumindest der erste Teil, erzählt sich ganz von alleine, anhand des Stadtwappens. Im unteren Teil sehen wir eine Eule, heiliges Tier der Göttin Minerva, der die Stadt Galatina gewidmet war, als sie griechisch besetzt war, um ca. 1200.

Um der griechischen Kultur und dem byzantinischen Ritus entgegenzuwirken, wählte Papst Urban VI Galatina als antreibendes Zentrum der Latinität im Süden und schenkte ihr die päpstlichen Schlüssel, die im oberen Teil des Wappens dargestellt sind.

Das Stadtwappen erzählt eine Geschichte zweier unterschiedlicher Kulturen, die die Stadt durch das ganze Mittelalter begleitet, bis Karl von Anjou die Lehen der Familie Del Balzo anvertraut und in der Folge dem Grafen Raimondello Orsini Del Balzo. Während dieses Zeitraumes errang Galatina neues Land und brauchte eine neue Ringmauer. In diesen Jahren wurde auch die Kirche Santa Caterina d’Alessandria erbaut, und mit ihr das alte Krankenhaus und das Kloster Orsiniano. Als der letzte Erbe des Geschlechts Orsini Del Balzo starb, war die Stadt so groß geworden, dass sie den Titel des Herzogtums erwerben konnte und der Familie Kastriota Skanderbeg überlassen wurde. Die Auferlegung übermäßiger Steuern brachte den Herzögen seitens des Volkes wenig Sympathie ein, doch dieser Familie ist der Bau des Schlosses zu verdanken, das im Nachhinein eine wahre treibende Kraft der Kultur wurde. Gelehrte, Philosophen, Maler und Bildhauer besuchten den Herzogspalast und verhalfen Galatina somit zum Ruhm einer Kunststadt ohne Gleichen in Süditalien.

Heute noch steht die Stadt wie eine Schatztruhe voller Wissen und Kenntnisse für ihre Mitbürger und Besucher offen.

 

Die Basilika Santa Caterina d’Alessandria

Die Basilika Santa Caterina d’Alessandria ist DAS Vorzeigebaudenkmal Galatinas. Die Fassade ist in romanisch-apulischem Stil erbaut worden. Aus den fast schmucklosen, strengen Zügen, treten unerwartet Verzierungen und Figuren hervor, die in den Stein gestickt zu sein scheinen. Hoch oben besticht die Rosette, die mit ihrer schlichten und weichen Linienführung, die Fassade nicht nur vervollständigt, sondern ihr auch einen Sinn verleiht.

Das Äußere der Basilika ist von schlichter Eleganz gekennzeichnet sowie von Elementen, die typisch für diese Region sind. Hat man aber erst einmal die Schwelle nach innen übertreten, vergisst man, in Apulien zu sein. Die schnörkellose Fassade widersetzt sich dem Inneren, das einen ins Staunen versetzt und sofort an die Kathedrale des Heiligen Franz von Assisi erinnert. Überall Fresken, so reich an Details, die uns scheinbar bei der Hand nehmen wollen, um uns in die Geschichten zu entführen, die sie erzählen. Weit oben sehen wir die Darstellung des Turmbaus zu Babel, mit urgeschichtlichen, mittelalterlichen Werkzeugen errichtet; nicht weit davon entfernt sehen wir Adam und Eva, die die verbotene Frucht essen, die allerdings kein Apfel ist, sondern eher eine mediterrane Dattel.

Die Gemälde, die den Besucher überragen, erzählen Jesu und Santa Caterinas Leben, die Entstehungsgeschichte und die Endzeit: sie sind eine bildlich dargestellte Bibel. Dies war im Mittelalter wichtig, da die Ziffer der Analphabeten so hoch war, dass es Aufgabe der Fresken und Gemälde in den Kirchen war, dem Volk das Wort Gottes näherzubringen. Man weiß nicht, wer der Schöpfer dieser Meisterwerke ist, hie und da erblickt man Züge ohne jegliche Zuordnung und wieder andere, die reich an Tiefe und Realismus sind, oder z. B. an Giotto erinnern. Dies lässt vermuten, dass an diesen Fresken verschiedene Künstler aus ganz Italien gearbeitet haben müssen.

Die Peter und Paul Kirche – Galatinas Dom

Galatinas Mutterkirche ist eine barocke Kirche auf der Piazza Orsini. Das genaue Baudatum ist nicht bekannt, aller Wahrscheinlichkeit nach wurde sie jedoch in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut. Der Lauf der Zeit, Nachlässigkeit und Verwahrlosung haben sie schwer beschädigt, weshalb sie zwischen 1621 und 1633 wieder aufgebaut wurde. Ein schreckliches Erdbeben hat sie 1743 wieder zerstört, so dass sie erneut umgebaut werden musste.

Die Fassade ist aus Lecceser Stein, neben dem Einganstor stehen vier Säulen, zwei auf jeder Seite, die einen eleganten Tragbalken stützen. Darüber befindet sich in einer Nische die Statue der „unbefleckten Empfängnis“, von anderen Heiligen umgeben, darunter auch Petrus und Paulus. Dieses „Bildmaterial“ lässt vermuten, dass die Kirche einst dem Kultus der jungfräulichen Maria gewidmet war. Das Innere besteht aus drei Kirchenschiffen und ist reich an heiligen Werken, wie z. B. die Gemälde, die die Kirche und die Sakristei schmücken oder die Fresken im Gewölbe, Werk des Neapolitaners  Vincenzo Paliotti. Auch die mehrfarbigen Marmoraltäre stammen aus neapolitanischer Anfertigung. In dem umfangreichen künstlerischen Gut, das diese Kirche hütet, sticht besonders eine Halbbüste aus Silber hervor, die den Heiligen Petrus darstellt.

Die Kapelle des Heiligen Paulus

In der Nähe der Mutterkirche von Galatina befindet sich der „Palazzo Tondi“. Die Mauern dieser Adelsresidenz hüten ein wichtiges Stück Geschichte der Stadt: nicht nur den ansehnlichen Palast selbst, sondern weil sich darin die Kapelle des Heiligen Paulus befindet. Es wird erzählt, dass die Heiligen Petrus und Paulus während ihrer Reise der Christianisierung in Galatina Halt machten. Paulus wurde von einem frommen Einwohner Galatinas beherbergt, und um sich für dessen Großzügigkeit zu revanchieren, verlieh er ihm und seinen Nachkommen die Fähigkeit, die Menschen zu heilen, die von der Tarantel gestochen wurden. So gelangt man auf dem schmalen Grat zwischen Heiligem und Weltlichem, zwischen Volksglaube und Wahrheit in die „Via Garibaldi 7“. Die Kapelle ist schlicht und kalkweiß gestrichen, in der Mitte befindet sich ein barocker Altar und über diesem hängt ein Gemälde von Francesco Saverio Lillo, das den Heiligen Paulus darstellt, mit einem Schwert in der Hand, außerdem ein Mann und eine Frau und Engel, der ein Buch hält. Neben der Kapelle steht der Brunnen, aus dem die „von der Tarantel Gestochenen“ trinken mussten, um geheilt werden zu können. Vom Mittelalter bis zu den 1950er Jahren wurden in dieser Kapelle die Reinigungsriten der Frauen und Männer, die gestochen waren, durchgeführt. Danach wurde die Kapelle ihrem Schicksal überlassen, was sie nach und nach beschädigt hat. Erst seit ein paar Jahren wurde der Kapelle des Heiligen Paulus wieder neuer Glanz verliehen, dank der Neugierde und Aufwertung der Tarantel und den damit verbundenen alten Ritualen.

Galatinas Altstadtzentrum

Das Altstadtzentrum Galatinas ist eines der reichsten der Region Salento. Es besitzt unzählige künstlerische und architektonische Güter, die durch die alte Ringmauer geschützt werden, die um 1700 entstand. Unter dem Schutz von Raimondello Orsini De Balzo war Galatina so groß geworden, dass man durch 5 mächtige Tore Zutritt zur Altstadt hatte; heute sind leider nur noch drei davon erhalten.

Das erste Tor namens „Porta Cappuccini“ wird so genannt, da es der Durchgang der Mönche Richtung Hügel der Barmherzigkeit war. Dann die „Porta San Pietro“, das Tor, das das Stadtwappen und die Statue des Heiligen trägt und schließlich das Tor „Porta della Luce“, das seinen Namen von der gleichnamigen, nahegelegenen Kirche hernimmt.

Die Religion bereichert Galatinas Altstadt, die durch zahlreiche Kultusgebäude und Statuen gekennzeichnet ist. Lauter Symbole, vom Papsttum gewollt, um dem byzantinischen Ritus und der griechischen Kultur entgegenzuwirken. Wollte man alle Kirchen der Stadt beschreiben, würde man mit Sicherheit eine vergessen, oder zumindest einige wichtige Details. Unbedingt hingewiesen werden muss auf die Mutterkirche, den Beschützern Galatinas geweiht, den beiden Heiligen Petrus und Paulus. Elegant in ihrem Spätbarock-Stil, mit Fresken, die das Leben des Heiligen Petrus erzählen. Die Kirche der Madonna des Lichts hingegen, wird mit einer alten Legende in Verbindung gebracht; diese Kirche wurde außerhalb der Ringmauer gebaut, auf Wunsch eines Händlers, der auf dem Weg zurück nach Galatina in einem furchtbaren Sturm von einem weißen Licht geleitet wurde.

Wenn schon die Kirchen so viele sind, was kann man dann wohl von den historischen Palästen und Gebäuden sagen: der Palast Orsini, Wohnsitz der Gräfe Orsini del Balzo, der Palast Angelelli Dolce, der Palast Congedo, Sitz der Gemeinde und dann die historischen Wohnsitze der Philosophen und Gelehrten, wie z. B. der des Pietro Siciliani, der im oberen Teil eine Inschrift trägt, mit der Unterschrift von Giosuè Carducci.

 

Die Ortsteile Collemeto, Noha und Santa Barbara

Collemeto befindet sich auf einer Anhöhe im Vergleich zur Stadt, daher der Name der Ortschaft. Sie entstand aus einer alten Benediktiner-Abtei und blieb ein Schwerpunkt der Christenheit, bis mit der Vereinigung Italiens alle Kirchengüter vom Staat beschlagnahmt wurden. Der Ortskern hat sich zwischen fünf Gutshöfen ausgebreitet, die die Siedlung beschützten.

Noha ist Galatinas ältester Teilort, wie die vorgeschichtlichen Funde auf seinem Gebiet bezeugen. Er befindet sich auf der Achse, die Galatina mit Ugento verband: eine Küstenstraße reich an Verteidigungstürmen und Wachtposten. Wie Ugento war auch Noha messapische, später dann griechische und römische Kolonie.

Santa Barbara entstand um ca. 1900 um ein Gutshaus aus 1500, das in einem Sumpfgebiet liegt.

Santu Paulu te Galatina

Die widerspenstige und zerzauste Mähne folgt dem Rhythmus des Körpers, schwingt hin und her, fällt über die Augen und in den offenen und ausgetrockneten Mund. Das weiße und schweißgebadete Gewand klebt an Brust und Schenkeln, und lässt die weichen Linien des Körpers durchschimmern. Arme und Beine werden wild durcheinander geworfen, der Körper windet sich hemmungslos und fast erotisch einen Zentimeter über dem Boden. Der Lärm der Tamburine hallt in der kleinen Kapelle wider, wo der Heilige Paulus von oben alles beobachtet, das Klagelied der Menge anhört, die sich um die Frau schart, das sie für ihn singt, und den Opferkorb mit Münzen und Scheinen füllt, damit er Gnade über sie ergehen lässt. Niemand weiß, wie lange die blutenden Hände, die die Tamburine spielen, noch durchhalten werden, doch die Musik muss weiterspielen, bis die Frau das Wasser des Heiligen Paulus trinkt und schließlich sich übergebend das Gift aus ihrem Körper ausspült.

Wir sind in Galatina, nur wenige Jahrzehnte zurück. Die „Taranta“ ist heute Unterhaltungsmusik, doch die Klänge der Tamburine entstanden tatsächlich als exorzistische Riten. Die Opfer, die von der Tarantel gestochen worden waren, wurden in die Kapelle des Heiligen Paulus gebracht, hierher unter das Gemälde, das den Heiligen darstellt und durch mystische Läuterung wurden sie durch die Klänge der Tamburine geheilt.

Der „Kult um den Stich der Tarantel“ hielt sich über Jahrhunderte und beschäftigte Gelehrte und Ärzte,  darunter auch Leonardo Da Vinci oder z. B. Ernesto De Martino, der 1959 mit einem Team von Wissenschaftlern nach Galatina kam, um die von der Tarantel gestochenen Frauen aus direkter Nähe zu beobachten. Nach dieser Studie schrieb er das Buch „Das Land des Gewissensbisses“.

Heute stechen die Taranteln nicht mehr, doch der Reiz dieses Phänomens zwischen Volksglaube und Wirklichkeit bleibt, das zurecht Teil der salentinischen Volkskultur geworden ist.

 

Die Familie Kastriota Scanderbeg

Die Familie Kastriota Scanderbeg ist eine adlige Familie albanischen Ursprungs. Der erste Nachkomme dieser Familie, der nach Italien kam, war Johannes Kastriota Scanderbeg, der aus Albanien floh und im Königreich Neapel landete. Hier wurde er von Ferdinand I, auch „Il Cattolico“ genannt (der Katholik), zum Graf von Soleto und dann Herzog von Galatina ernannt.

Die Bevölkerung Galatinas schätzte die Herzogsfamilie aufgrund der auferlegten, erhöhten Steuern nicht sonderlich. Nichts desto trotz waren die Kastriota Scanderbeg die Mäzene der Region Salento und sie ließen auf den Überresten der alten Ringmauer ihren Palast erbauen, der Gelehrte, Künstler und Weise empfing, was Galatina zu einem pulsierenden „Kultur-Herz“ machte. In diesem Sinne muss Ferrante Kastriota Scanderbeg, Sohn von Johannes, ein besonderes Verdienst zugesprochen werden, der die treibende Kraft dieses Kunst- und Wissenszentrums war.

Gioacchino Toma

Gioacchino Toma war einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts. Er wurde 1836 in Galatina geboren, wurde leider in zartem Alter Vollwaise und litt sein Leben lang darunter. Sein einziges literarisches Werk, zu dem ihn sein eigenes Leben inspiriert hat, trägt den Titel „Erinnerungen eines Waisen“. 1855 zog er nach Neapel und begann als Maler, mit toten Naturlandschaften als Hauptmotiv. 1857 näherte er sich den antibourbonischen Idealen und in den Jahren darauf, beschloss er an der Seite Garibaldis zu kämpfen. Ab 1861 sind seine Gemälde stark von patriotischen Idealen und seiner politischen Haltung gekennzeichnet; das zarte Licht und der persönliche Charakter zeichnen seine Werke aus. 1878 wird er zum Professor an Neapels Akademie ernannt und 1879 beginnt er, Landschaften und Porträts zu malen. Er stirbt 1891 in Neapel.

Nicoletta Manni

Schweiß und Opferbereitschaft, zwei Dinge, die Nicoletta Manni gut kennt und mit denen sie aufgewachsen ist. Sie wurde in Santa Barbara, einem Teilort Galatinas, 1991 geboren. Der Tanz war ihr Lebensbegleiter, seit ihren ersten Lebensjahren hat sie sich dank ihrer Mutter, die eine Tanzschule leitet, dieser Disziplin angenähert. Die ersten Ausbildungsresultate lassen nicht lange auf sich warten und mit gerade mal 11 Jahren besteht sie die Prüfungen an der Royal Academy of Dance mit Höchstnote. Nur ein Jahr später, als Nicoletta also 12 Jahre alt ist, wird sie in die Tanzschule der Theaterakademie der Scala in Mailand aufgenommen, wo sie 2009 ihr Diplom macht. Mit ihrer großen Tanzausbildung wird sie an der Berliner Oper im Staatsballett angestellt. 2013 lädt Makhar Vaziev, damals Direktor der Scala in Mailand, sie zum Vortanzen in das Theater der Scala ein und sie erhält den ersten Platz. Seit 2014 ist sie die Prima Ballerina des Theaters der Scala, mit einem Repertoire, das vom klassischen bis zum modernen Tanz  reicht.

Luigi Martinucci

Luigi Martinucci wird von allen Gigi genannt. Er wurde am 5. August 1968 in Galatina geboren. Er ist ein Fotograf, der auf eine lange Karriere im Kino, aber auch in Kurz- und Dokumentarfilmen zurückschauen kann. Er wurde mehrfach mit dem Kodak-Preis für die beste Fotografie ausgezeichnet. 2004 arbeitet er an der Fotografie des Films Private, der als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert war. Genau mit diesem Film Private gewinnt Luigi Martinucci den Preis für die beste Fotografie beim Buenos Aires International Festival of Indipendent Cinema.

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Der „pasticciotto“

Kaum am Flughafen von Brindisi gelandet, begeben sich  manche direkt an die Bar, um den „pasticciotto“ zu bestellen. Es spielt keine Rolle, ob man eine Woche oder monatelang weg war: der beste Weg, den Geschmack von „zuhause“ wiederzufinden, ist die süße Verführung aus Mürbteig und Buttercreme, die auf der Zunge zergeht. Manche stehen am Vormittag auf, ziehen sich an und gehen direkt zu ihrer  Bar des Vertrauens, denn der Tag kann ohne einen Kaffee und den „pasticciotto“ nicht beginnen. 1740 stellte sich Andrea Ascalone wohl kaum vor, dass seine improvisierte Süßspeise einen derartigen Erfolg haben würde. Die Konditorei Ascalone existiert heute noch in der Altstadt Galatinas. Es war der 29. Juni, das Fest der Heiligen Petrus und Paulus, als Andrea Ascalone feststellte, weder genug Mürbteig noch genug Buttercreme zu haben, um eine andere Torte zu backen. Also entschied er, seine kleinste Backform herzunehmen, den Mürbteig darin wie ein Körbchen anzurichten und mit der Buttercreme zu füllen. Als er das Ganze aus dem Ofen holte, war er mitnichten zufrieden. Er schenkte die Süßspeise einem Passanten, dem sie so gut schmeckte, dass er direkt mehrere davon bestellte, um sie mit nach Hause zu nehmen. Heute ist dieser „pasticciotto“ DAS Vorzeigedessert der Region Salento, es gibt keine Konditorei, die ihn nicht herstellt, und das in verschiedenen Varianten, teilweise sogar salzig. Das Geheimnis seines Erfolgs? Vermutlich seine Einfachheit… und selbstverständlich sein vorzüglicher Geschmack!

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