Il Borgo di Polignano a Mare

Dieser Ort wurde noch vor dem Paradies geschaffen.

Weise wie die Wellen müsste man sein, die stur gegen die Klippen peitschen, mit der Gewissheit, sie allmählich zu formen und zu verändern. Die Wellen von Polignano a Mare müssen geschickte Meisterinnen sein. Sie haben hohe Klippen geschaffen, Buchten und Klüfte gezeichnet, aber auch Grotten ausgehöhlt, die man nicht beschreiben kann, da es keine Worte gibt, die diese Schönheit wiedergeben könnten. Es würde uns nicht wundern, wenn es in Polignano a Mare Meerjungfrauen gäbe, in dem blau gefärbten Meer, ein Farbton, der scheinbar nur für diesen Ort mit seiner zarten Seele verwendet wurde. Die Häuser scheinen sich vor der Kraft der Brandung schützen zu wollen und haben sich wie eine Mauer gegen diese Wellen aufgestellt. Doch der Duft des Salzwassers dringt immer in die Gässchen der Altstadt durch, die Touristen nehmen ihn auf ihrer Haut mit, die einem Bad in einer der Buchten nicht widerstehen konnten, er gelangt aus den Restaurants, die frischen Fisch servieren, nach draußen und mischt sich mit dem stechenden Geruch der Gräser des mediterranen Buschwaldes und der Minze der „Mojito“-Frauen, die vor ihren Hauseingängen die wichtigste Zutat des von Jugendlichen so geliebten Cocktails zubereiten.

Die Straßen der Altstadt sind ein Gedicht und die schwarzen Buchstaben auf Türen, Fenstern und Treppen erzählen Gedanken und Geschichten… unweigerlich hat man das Gefühl, dass uns jemand diesen kleinen Ort geschenkt haben muss, für die glücklichen Tage, an denen man seine Freude mit allen teilen und für die traurigen Tage, an denen man die Wehmut wie eine hässliche Kröte vertreiben will. Es spielt keine Rolle, ob starker Wind oder bedrohliche Gewitter aufziehen, Polignano ist immer eine kleine Schatztruhe voller großer Emotionen, selbst wenn im Dunkeln über den steilen Klippen ein Blitz aufscheint, ist es reinste Magie, man bekommt Lust zu fliegen, mit offenen Armen und der Jacke, die im Wind weht, wie Domenico Modugno, der jeden Tag dieses Meer beobachtet, herausfordert und umarmt.

Polignano a Mare Lama Monachile
Polignano a Mare Belvedere
Polignano a Mare Bottega di Souvenir
Polignano a Mare Souvenir
Polignano a Mare abitazioni tipiche del centro storico
Polignano a Mare Botteghe nel Centro Storico
Polignano a Mare Casa Caratteristica
Polignano a Mare Centro Storico
Polignano a Mare Citazioni
Polignano a Mare Ristorante tipico
Polignano a Mare Piazza dell'Orologio
Polignano a Mare Scorcio
Polignano a Mare Souvenir Tipici
Polignano a Mare Tipica Abitazione
Polignano a Mare botteghe di artigianato locale
Polignano a Mare Vicolo del centro storico
Polignano Abbazia di San Michele
Polignano a Mare panorami
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Die Geschichte

Die Ursprünge von Polignano a Mare schwanken heute noch zwischen kontroversen Annahmen. Was wir sicher wissen, ist, dass dieses Gebiet schon in der Urgeschichte bewohnt war, doch seine Gründung und der Ursprung des Namens, bleiben bis heute unklar. Die glaubwürdigste Vermutung besagt, dass Julius Cäsar selbst Polignano gegründet hätte. Seine Aufmerksamkeit war auf diesen Ort gefallen, da er einen wichtigen Knotenpunkt auf dem Weg von Rom nach Brindisi darstellte und somit aus wirtschaftlicher Sicht enorm wichtig war. Mit der Ankunft der Griechen in Süditalien, erhält Polignano eine richtige Stadtordnung und nimmt die orthodoxe Religion an, dank des Einflusses der aus dem Orient stammenden Mönche. Die Geschichte dieses Ortes ist ein stetiges Zunehmen an Schönheit und Reichtum: jede der verschiedenen in den Jahrhunderten aufeinanderfolgenden Benennungen haben der Stadt wertvolle Eigenschaften verliehen, die heute noch erkennbar sind.

Normannen, Aragonier und sogar die Venezianer wählten Polignano als Wohnsitz. Am 5. August 1862 wurde der Stadt mit einem offiziellen Dokument der Name „Polignano a Mare“ verliehen. Diese kleine Ortschaft hat die Aufmerksamkeit von Königen und wichtigen Persönlichkeiten der Geschichte sowie der nationalen und internationalen Kultur auf sich gezogen, und wird heute noch von allen bewundert, die sie besuchen.

Grotten, Klüfte und kleine Buchten

 

Das kristallklare Wasser in Polignano a Mare findet in den zahlreichen Grotten entlang der Küste Unterschlupf.  Vom Wind und den sturen Wellen in die Felsen „gefressen“, verlieren sich diese atemberaubenden Grotten in Polignano im Lichtspiel der Sonnenstrahlen, die in die Wellen eintauchen und sich an den Felswänden wiederspiegeln. Diese Höhlen scheinen von weisen Händen in den Stein gemeißelt worden zu sein.

Von der „Via Narciso“ aus gelangt man über eine kleine Brücke zu der Grotte Palazzese, die bekannteste von allen Grotten in Polignano a Mare, auch dank des kleinen Restaurants, in dem man über dem Meer zu Abend essen kann.

Mit kleinen Booten erreicht man die anderen Grotten zwischen den Klüften, wie z. B. die Grotte „Ardito“, die Grotte „Rondinelle“, die Grotte „Arcivescovado“ und viele andere. Doch das Meer in Polignano ist nicht nur zum Anschauen, es ist schwer einem Bad darin zu widerstehen. Und tatsächlich kann man schon von der Altstadt aus den weißen Kiessand der Bucht „Cala Porto“ sehen, aber auch die schöne Bucht „Cala Fetente“ oder die bezaubernde „Cala Paura“ sind zu empfehlen, wo das Blau des Meeres von den bunten Farben der Fischerboote unterbrochen wird, die sich sanft von den Wellen tragen lassen.

 

Die Abtei San Vito

Im Schatten der Abtei San Vito ist ein kleiner Ort entstanden, heute Ortsteil von Polignano a Mare. Ein Ort der Ruhe und des Friedens, der aufgrund seiner Schönheit der Tourismuswelle nicht entkommen kann. 1063 bauten Benediktinermönche dieses Kloster am Naturhafen San Vitos. Die Abtei wurde mehrfach umgebaut und ist auch an den Barockstil geraten, doch das Gebäude hat dennoch sein mönchisches schlichtes Aussehen bewahrt. Im Museum im Inneren des Klosters sind zwölf Gemälde der Apostel zu sehen, während sich in der Kirche ein Triptychon der drei Heiligen Vito, Modesto und Crescenzia befindet. Eine Legende erzählt, dass im Jahre 801 am Ufer dieser Stadt die Reliquien der drei Heiligen gestrandet seien, die dann von den Benediktinermönchen aufbewahrt wurden. Heute ist die Abtei Teil eines Palastes, der im Besitz der Familie Tavassi-La Greca ist.

Polignano a Mare und die Heilkraft der Karotten

Die Grotten und Steilklippen werden von den vielen faszinierten Besuchern Polignanos bewundert, doch auch das Landesinnere muss hervorgehoben werden, gleichermaßen schön, vor allem wenn man die Seiten des Landlebens des Ortes betrachtet. Das Land hier ist nicht nur den Oliven gewidmet, sondern vielen weiteren Kulturen, Triften und Gutshäusern, die von niedrigen Steinmauern geschützt werden. In dem Gebiet zwischen Polignano a Mare und dem Ortsteil San Vito gibt es ein kleines Wunder, zu dem die Natur und weise Menschen beitragen. Auf diesem kleinen Landstrich wird jedes Jahr eine Sorte Karotten angebaut, die es nur in Polignano gibt. Es ist eine mehrfarbige Karotte, von gelblichen Farbtönen, die ins Orange übergehen und schließlich in einem intensiven Lila enden. Die Pflege für diese Pflanze beginnt noch bevor sie die Erde berührt, so suchen die Landwirte die besten Pflanzen des Vorjahres aus, um deren Samen zu benutzen, die zwischen dem 15. August und 15. September gepflanzt werden. Diese Karotten werden auf 10ha Land mit hohem Salzgehalt angebaut. Sie werden mit salzhaltigem Wasser gegossen, das aus einem Brunnen entnommen wird, der 1800 gebaut wurde und in den Meerwasser einsickert und somit von Ebbe und Flut abhängt. Der anstrengendste Teil dieser Arbeit ist die Ernte, die im November stattfindet. Eine „Gabel“ lockert die Erde, die Pflanze wird sorgfältig entnommen und vom Stängel befreit. Die Karotten werden in ein Gefäß mit Salzwasser gelegt, das von kleinen Motoren bewegt wird, um die Karotten zu reinigen. Das Ergebnis dieser Prozedur ist eine Karotte einzigartigen Geschmacks, frisch und leicht salzig. Sie wird zu günstigen Preisen auf dem Markt verkauft und genau das ist gefährlich geworden: um dieses unschätzbare Gut von Polignano zu schützen, wurde diese Karotte von „Slow Food“ in Schutz genommen, eine Organisation, die mit viel Leidenschaft Qualitätslebensmittel schützt und bewahrt.

 

“Io che amo solo te”: Ich liebe nur dich allein

Polignano a Mare lebt auch zwischen den Zeilen einiger Romane, die aktuellsten sind “Io che amo solo te” (Ich liebe nur dich allein) und “La cena di Natale” (das Weihnachtsessen) von Luca Bianchini.

Es geht um die Geschichte zweier Familien, die von Ninella und die von Don Mimì, einem großen Unternehmer Polignanos, bei allen als der „König der Kartoffeln“ bekannt. Der Roman beginnt am Tag vor der Hochzeit ihrer Kinder, doch die wahren Hauptfiguren sind ihre jeweiligen Eltern, in denen immer noch die Flamme ihrer vergangen Jugendliebe lodert. Der Lauf des Lebens hatte sie gezwungen, sich voneinander zu trennen, ohne sich jedoch zu vergessen. In diesem Roman wird die ganze Schönheit Polignanos dargestellt, in der Hektik der Hochzeitsvorbereitungen und mit allen typischen Facetten eines südländischen Dorfes geschmückt.

Domenico Modugno

Mimì Urzzill, so haben ihn die Alten des Ortes noch in Erinnerung, diesen kleinen, bescheidenen und gleichzeitig ehrgeizigen Jungen mit lockigem Haar, der den Namen Domenico Modugno trug. Er wurde 1928 in Polignano a Mare geboren, doch er verließ die Stadt als junger Mann, um sein Glück im weit mehr industrialisierten Turin zu suchen. Er kehrte zurück, um daraufhin wieder wegzugehen, immer im bescheidenen Warten seines Debüts, das er 1951 hatte, als Eduardo de Filippo ihm eine Nebenrolle im Film „Filumena Marturano“ zuteilte. Dann kam das Radio, und 1953 nahm er am Wettbewerb „Il trampolino“ teil, was ihm zur Moderation wichtiger Radiosendungen verhalf, deren Texte er selbst schrieb und Regie führte. Nichts desto trotz hörte er nie auf zu schreiben, und in der Tat waren dies die Jahre der Lieder in apulischem und sizilianischem Dialekt. 1957 gewinnt er ein großes Festival, das ihn zum angestrebten Erfolg führt und ihm zu einer der schönsten Karrieren verhilft. Im Jahr darauf, 1958, erreicht Domenico Modugno den Höhepunkt seines Lebens. Er schreibt zusammen mit Franco Migliacci den Text des Liedes, mit dem er am Festival von Sanremo teilnimmt und gewinnt, nämlich „Nel blu dipinto di blu“. Alle werden es als „Volare“ kennen, und es wird die inoffizielle Hymne des vereinigten Italiens und zeichnet den Beginn des wirtschaftlichen Booms der italienischen Plattenindustrie. Modugno steht auf allen Bühnen der Welt: in Amerika wird er den Musik-Oscar erhalten und wegen ihm werden die „Grammy Awards“ ins Leben gerufen, die er als Erster gewinnt, als beste Schallplatte und bestes Lied. 1959 und 1960 nimmt er erneut am Festival von Sanremo teil und gewinnt beide, mit „Piove“ und „Libero“. Trotz des Erfolges als Songwriter sagt er seiner Karriere als Schauspieler nicht ab und spielt in wichtigen Theaterstücken mit, und er schafft es darüber hinaus Texte zu verfassen, wie „Tu si na cosa grande pe‘ me“, mit dem er ein großes Festival gewinnt. Die letzten Jahre sind von seinem politischen Engagement gezeichnet, was ihn immer von anderen unterschieden hat. Er war zuerst in der P.S.I und danach in der Radikalen Partei. Dies sind auch die Jahre, in denen er zweimal von seiner Krankheit getroffen wird, die ihn an den Rand seiner Kräfte führt. Das letzte Werk, das er der Welt schenkt, ist „Delfini“, 1993 gemeinsam mit seinem Sohn Massimo aufgenommen. Ein Jahr später verlässt er diese Welt, er stirbt in seinem Haus am Meer in Lampedusa. In Polignano a Mare liegt Domenico Modugno in der Luft, im Blau des Meeres. Er hat seine Stadt geliebt und gehasst, und sie als das besungen, was sie ist: „Mein bitteres Land“. Polignano hat ihn immer geschätzt und um ein Stück von ihm zu behalten, wurde ihm 2009 eine Bronzestatue gewidmet, vom Argentinier Herman Mejer geschaffen: mit den Armen im Wind zur Stadt hin ausgebreitet, die gleiche Bewegung, die er vor seinem Publikum machte, bevor alle zusammen seinen Befreiungsschrei „Vooooolareeee“ anstimmten.

Ein Spezial-Kaffee

Kaffee, Zucker, Zitronenschale, Sahne und Amaretto. Fünf Zutaten, eine (gewonnene) Wette von Herrn Giuseppe und seiner historischen Caffetteria in Polignano a Mare, wo der „Spezial-Kaffee“ erfunden wurde.

Mit der Zeit ist er zum typischen Getränk dieses Ortes geworden, wie auch nur wenige km über den Ort hinaus, in manch einer Nachbargemeinde. Der Spezial-Kaffee wird in Glas-Tassen serviert. Die Kombination von Kaffee mit Zitronenschale ist eine feine Überraschung, die Zitrusfrucht hat einen Nachgeschmack, den keiner erwartet und den am Ende alle schätzen.

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