Il Borgo di Ostuni

Ostuni ist ein Lichtblick im Grün der Olivenbäume. Die weiße Stadt sticht auf einem Hügel hervor, zwischen den Trulli des Itria-Tals, die die Straßen und Felder bereichern.

Die Stadtmauern sind Teil der Häuser geworden und umschließen den Ortskern. Der Heilige Orontius lächelt den Touristen von seiner Statue zu, die diesen Ort ungläubig bestaunen, da er vom zarten Mondschein beleuchtet zu sein scheint. Man möchte sich in den Sträßchen und Gassen verlieren, um plötzlich auf farbenfrohe Plätze voller Werkstätten und wohlriechender Restaurants zu stoßen.

Wer nach Ostuni kommt, fragt sich erstaunt, was dieser Stadt fehlt. Nichts, es fehlt ihr absolut nichts, nicht mal das Meer, das mit seinen glänzenden Wellen mit der hochgelegenen Altstadt flirtet.

Ostuni Artigianato Artistico
Ostuni Rosone Concattedrale
Ostuni Particolare Concattedrale
Ostuni Vicoli del Centro Storico
Ostuni Museo Civico
Ostuni Borgo Antico
Ostuni Bottega Tipica
Ostuni Vicoli nel Borgo
Ostuni Arco Scoppa
Ostuni Museo Civico
Ostuni Facciata Concattedrale
Ostuni Reperti Archeologici
Ostuni Bottega Oggetti in Ceramica
Ostuni Botteghe Oggetti Tipici
Ostuni
Ostuni Centro Storico
Ostuni Stradine del Centro
Ostuni Veduta Arco Scoppa
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Geschichte

Ostuni liegt auf drei Hügeln vor einer Hochebene, die mit jahrhundertealten Olivenbäumen durchsetzt ist. Das Gebiet ist seit der Vorgeschichte bevölkert, doch um eine der schönsten Städte Italiens zu werden, musste Ostuni dunkle Jahrhunderte durchqueren.

Die Stadt wurde von den Japygern, dann von den Messapiern und schließlich von den Römern bewohnt, die dieses Land bis 488 n. Chr. besetzten, als Ostuni in die Hände Theoderichs und der Westgoten fiel. Während dieser Zeit verliert die Stadt einen gewaltigen künstlerischen Schatz, der aus den byzantinischen Kirchen Ostunis nach Ravenna verlegt wird, der westgotischen Hauptstadt. Das ist nur die erste Grausamkeit, der sich dieses Land beugen muss, die Ankunft weiterer Barbaren bewahrt sie nicht vor schlimmeren Unbarmherzigkeiten und Schandtaten.

Müde und erniedrigt schleppt sich die Stadt ins Mittelalter. Dies ist eine Zeit relativer Ruhe, denn das Auf und Ab von Herrschaften und Geschlechtern destabilisiert die Stadt weiter. Die Normannen kommen an und dann die Staufer, die kulturellen Wind in den Süden bringen. 1266 wird Manfredi, Sohn des Stauferkaisers Friedrich II., durch das Anjou-Haus geschlagen.

Der Kopf dieser Dynastie war Karl I. von Anjou, seine Präsenz im Süden war von Papst Clemens IV. gewollt, der wegen des kirchenfeindlichen Vorkommens im Gebiet besorgt war. Unter dieser Herrschaft beginnt das, was Dante Alighieri als „die böse Herrschaft“ bezeichnet. Während des Risorgimento wurde Ostuni von den Karbonari belebt, die einen Teil der Bürger dazu brachten, sich dem „Jungen Italien“ nach Giuseppe Mazzini zu öffnen. Am 26. Juni 1860 riss Ostuni als erste apulische Stadt die Wappen der Bourbonen nieder und kurz darauf wurde eine provisorische lokale Regierung geschaffen.

Die Bourbonen schickten ihr Heer nach Ostuni, doch die Stadt besiegte sie mit Mut und Entschlossenheit, und befreite sich somit endlich nach jahrhundertelanger Unterwerfung. Während des Faschismus wurde der Bau öffentlicher Einrichtungen gefördert und die Nachkriegszeit brachte wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung, was dazu führte, dass Ostuni eine der Vorzeigestädte Apuliens wurde.

Die Kathedrale von Ostuni

Die Kathedrale von Ostuni wurde auf dem höchsten Punkt der Stadt erbaut. Nach einem Erdbeben, das die Stadt 1743 größtenteils zerstörte und somit auch die Kathedrale, wurde sie mehrmals umgebaut.

Die vielen Bögen der spätgotischen Fassade folgen der Form der drei Tore. Im Zentrum sticht eine der größten Rosetten der Welt hervor, von mittelalterlichen Symbolen durchzogen. Ihre 24 Strahlen laufen in der Mitte zusammen, wo sich das Antlitz Jesu Christi befindet, sowie seine Jünger und Cherubim.

Der Grundriss nach lateinischem Kreuz ist von Arkaden aus 5 Säulen gekennzeichnet, die das Innere in drei Kirchenschiffe teilen. Die Decke des zentralen Kirchenschiffs ist reich an Gemälden aus dem 18. Jahrhundert, die das Leben Jesu, des Heiligen Orontius und des Heiligen Biagio darstellen.

Die Fiale des Heiligen Orontius

Der Heilige Orontius wurde der Schutzpatron der Stadt, nachdem er ihre Bevölkerung von einer Pestepidemie befreite. Als Zeichen ewiger Anerkennung, wurde seine Statue in der Mitte der „Piazza Libertà“ (Freiheitsplatz) aufgestellt, von wo er seit Jahrhunderten die Stadt beobachtet.

Die Fiale des Heiligen Orontius ist das wahre Symbol Ostunis, sie wurde von Giuseppe Greco 1771 aus lokalem Stein im Barockstil hergestellt. Der Heilige wird in dem Moment dargestellt, als er die Stadt segnet. Weiter unten befinden sich andere Heilige, darunter z. B. der Heilige Biagio und die Heilige Irene.

Die Inschriften auf der Säule beziehen sich auf ein Opfer, das die Bevölkerung Ostunis dem Heiligen gebracht hat.

 Die Ringmauer

Während der Zeit Friedrichs II wurde Ostuni von einer Ringmauer geschützt, die zwischen 1400 und 1500 verstärkt wurde und nach und nach Teil des Stadtbildes wurde.

1743 zerstörte ein Erdbeben den Ort und auch einen Großteil der Ringmauer, die Reste davon wurden Wohnhäuser, was die Erhaltung der 8 verbleibenden Wachttürme ermöglicht hat. Von den Eingangstoren zur Stadt, haben nur zwei dem Erdbeben standgehalten: Porta Nova und Porta San Demetrio.

Das Tor „Porta Nova“ zeigt Richtung Westen, es wurde ca. 1500 erbaut, um das vorhergehende Tor zu ersetzen. Es bezeugt die starke Urbanisierung, die sich um das normannische Schloss herum entwickelte und zeigte zu den Küsten Ostunis.

Das Tor „Porta San Demetrio“ führte zur Straße Richtung Brindisi.

Es ist das älteste Tor der Stadt, geht Richtung Osten und ist auf das Mittelalter zurückzuführen.

Museum der vorklassischen Kulturen der südlichen “Murge”

Das Gebiet Ostunis wird seit der Steinzeit bewohnt und im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Überreste gefunden. Um ihnen einen angemessenen Standort zu bieten, wurde das Museum der vorklassischen Kulturen der südlichen Murge geschaffen.

Es befindet sich im ehemaligen Karmeliter-Kloster „Santa Maddalena dei Pazzi“. Anfänglich wurden dort nur Funde aus Ostuni aufbewahrt, doch im Nachhinein wurde der Bestand durch historische Funde und Bezeugungen aus dem gesamten Gebiet der Murge erweitert.

Das Museum Ostunis erzählt durch seine Funde eine Geschichte, die ihre Anfänge vor ca. 28.000 Jahren hat und in seinen Mauern bewahrt es auch Reste der ersten Mutter der Welt auf.

Ostuni, die weiße Stadt

Ostuni erhebt sich auf drei Hügeln und ist ein kleiner weißer Punkt, den man auch von weitem gut sieht. Die Häuser der Stadt sind kalkweiß gestrichen, ein Material, das im Mittelalter leicht zu bekommen war und dadurch wenig kostete.

1657 traf eine Pestepidemie die kleinen Orte, die die Hügel umringten, die Toten fielen wie Soldaten in einer Schlacht, nur Ostuni wurde vor der Tragödie verschont.

Die Bevölkerung sprach das Wunder dem Heiligen Orontius zu, doch es waren mit Sicherheit die keimtötenden Eigenschaften des Kalks, die die Stadt begnadigten.

Der Reiterzug des Heiligen Orontius

Die Verehrung des Heiligen Orontius begleitet die Geschichte dieses Ortes seit 1657, das Jahr, in dem die Orte nahe Ostuni von einer schweren Pestepidemie getroffen wurden. Jedes Jahr wird anlässlich der Feierlichkeiten des Schutzpatrones in Ostuni an das Wunder während dieser Pestepidemie erinnert.

Auch heute noch findet immer am 26. August eine Prozession zur Wallfahrtskirche des Heiligen statt. Seine Statue aus Pappmaché wird auf den Schultern der Bürger durch die Stadt getragen, von einem Reitergefolge begleitet. Die Straßen und Gassen der Altstadt sind bunt und prunkvoll geschmückt; diese Tradition ist als „Reiterzug des Heiligen Orontius“ bekannt.

Die älteste Mutter der Welt

Delia, ein zarter Name, der einen starken Geist birgt. Donato Coppola hat die Frau so genannt, die er 1991 gefunden hat, die 28.000 Jahre lang zusammengekauert ausgeruht hat. Sie wurde liegend gefunden, so als würde sie schlafen, mit der linken Hand unter dem Kopf und der rechten auf ihrem schwangeren Bauch. Die Knöchlein des Fötus, der gefunden wurde, deuten auf den 8.

Monat hin, und Jahrtausende lang hat er seine Händchen auf den Augen liegenlassen, fast als wolle er sich verstecken. Es sind Szenen einfachen Alltags, die nach Leben und Liebe duften. So kam Delia zu uns, die älteste Mutter der Welt. Neben ihr wurden Reste eines erwachsenen Mannes gefunden, vor 30.000 Jahren begraben sowie eines weiteren Mannes, der krank gewesen sein muss und vor 13.000 Jahren gestorben ist. Delia war gerade mal 20 Jahre alt, sie war eine junge, starke Frau, mit perfektem, aber abgenutztem Gebiss, das sie vermutlich dafür verwendete, um die Häute zu kauen und das Leder für die Kleidung herzustellen.

Neben ihrem Handgelenk wurden Muscheln und eine Kaurimuschel gefunden, atavistisches Symbol der Wiedergeburt. Auch die rote Farbe, die ihren Kopf bedeckte, hat die gleiche Bedeutung. Um ihren Kopf herum befand sich eine Haube aus mehr als 650 Muscheln, mit 80 dazwischengeschobenen Hirscheckzähnen.

Delia und ihr ungeborenes Baby wurden in der Grotte „Santa Maria di Agnano“ gefunden, wo man heute noch den Abdruck bewundern kann, auf dem sie bis 1991 lagen und ein Diorama, das die ursprünglichen Gesichtszüge darstellt.

Die verschlissenen Knochen ihres Körpers und die des kleinen Babys werden hingegen im Museum der vorklassischen Kulturen der südlichen Murge aufbewahrt.

Andrea Iaia

Andrea Iaia ist ein junger, italienischer Schauspieler, der am 09. August 1982 in Ostuni geboren wurde. Seine Ausbildung genießt er mit einigen Dozenten des „Actor’s studio“ in New York.

In seiner Film-Geschichte war er unter anderem Hauptdarsteller des Films „20 sigarette“ (20 Zigaretten), der beim Filmfestival in Venedig ausgezeichnet wurde, er hat aber vor allem „Primo Carnera“ dargestellt, im Film Carnera-The walking mountain, der 2008 unter der Regie von Renzo Martinelli gedreht wurde.

Giovanni Semeraro

Giovanni Semeraro war ein großer Buch- und Studienliebhaber und wurde 1911 in Ostuni geboren. Seine Karriere, zunächst als Dozent, dann als Bibliothekar und Sprachwissenschaftler, hat es ihm ermöglicht, die indoeuropäische Sprache und Kultur genau zu analysieren, woraus er eine ungewöhnliche These erstellt hat.

Der Professor Semeraro behauptete, dass die indoeuropäischen Sprachen mediterranen Ursprungs und direkt mit dem semitischen Stamm zu verbinden seien. Als Bibliothekar hat er bedeutende, nationale Bibliotheken geleitet, in Florenz z. B. vor allem die „Biblioteca Riccardiana“ und danach, für eine kurze Zeitspanne, die „Biblioteca Medicea Laurenziana“.

Im Laufe seines Lebens hat er zahlreiche Bände veröffentlicht, seine wichtigsten Werke sind zwei Wörterbücher sowie die Texte „Die Ursprünge der europäischen Kultur“, „Das Unendliche – ein jahrtausendealtes Missverständnis“ und „Das Volk, das den Tod besiegte. Die Etrusker und ihre Sprache“.

Für seine intensive kulturelle Tätigkeit wurde er mit bedeutenden Ehrungen ausgezeichnet, darunter auch die Silbertafel der Region Toskana und der Preis „Bel San Giovanni“. Semeraro starb am 20. Juli 2005 in Florenz.

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