Il Borgo di Martina Franca

Die Blätter der Olivenbäume vibrieren unhörbar zum Gesang der Zikaden, die in den Steinmäuerchen versteckt sind, die ganze Reihen von Weinstöcken und Wiesen umgeben. Die Trulli blicken aus der Ferne auf die Ortschaft, die auf einem sanften Hügel eingebettet ist.

Dies ist das Bild, das sich einem bietet, wenn man vom Itria-Tal Richtung Martina Franca schaut.  Die Stadt, weiß wie eine Perle, liegt zwischen dem Ionischen und Adriatischen Meer, in einem Landstrich, in dem Autos nicht gerne gesehen sind. Neugierige Seelen gelangen zu Fuß zum Tor „Porta Santo Stefano“, dem Eintrittstor zur Altstadt mit ihrem Hauptcorso, auch „Ringo“ genannt, auf dem man, vom Wind angetrieben, zwischen gewundenen Balkonen und bunten Blumen umherschlendert.

Lasst euch von den curdunidde leiten: ein Labyrinth von Gassen und bescheidenen Häusern, weit entfernt von dem Prunk des Herzogspalastes und der Sankt-Martins-Basilika. Auf der Piazza del Plebiscito zwinkert die Kirche Collegiata dem Universitätspalast zu, Spiritualität trifft auf einstige politische Macht, und bietet ein atemberaubendes Bild.

Der Barock ist in Martina Franca nicht nur eine Stilrichtung: er ist eine Art zu sein, zu leben, er umarmt die Kunst und die Musik, wenn die Stadt Schauplatz des Itria-Tal-Festivals wird. Elegant und edel, aber auch lebhaft und ausgelassen, Martina Franca trägt diese Adjektive mit Stolz, denn es sind wertvolle Schmuckstücke, die allen gezeigt werden können. Und mit etwas Eitelkeit flüstert einem die Stadt von ihrem Hügel aus zu: „Hier trifft Magie auf Alltag“.

Martina Franca Arco di S.Antonio
Martina Franca Piazza XX Settembre
Palazzo Ducale Martina Franca
Palazzo Ducale, Martina Franca centro storico
Martina Franca Basilica di San Martino
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Martina Franca Piazza XX Settembre
Palazzo Ducale Martina Franca
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Geschichte

Im 10. Jahrhundert verbarrikadierten die Sarazenen Apulien, vom Norden bis zum südlichsten Punkt der Region. Ohne Gnade und skrupellos setzten sie Städte in Brand, zerstörten heilige Denkmäler und töteten Menschen und Tiere.

Die Dörfer, die in diesen Albtraum gerieten, wurden zerstört und dezimiert, viele Menschen wurden getötet und viele andere schafften es zu flüchten und in den verstreuten Grotten und abgelegenen Orten Zuflucht zu finden. So erging es einer Gruppe von Flüchtlingen aus Tarent, die sich auf den Berg San Martino zurückzogen; bald schon schloss sich ihnen eine Gruppe nomadischer Schäfer an und zusammen gründeten sie den ersten Ortskern von Martina Franca.

Die ersten schriftlichen Quellen, die die Entstehung des Ortes offiziell bescheinigen, gehen auf 1300 zurück, das Jahr, in dem Filippo d’Angiò jedem, der in diesem Ort leben wollte, Gebührenfreiheit anbot: dadurch kam die Bezeichnung „Franca“ hinzu („franco“ = frei). Der ursprüngliche Name „Martina“ wird in diesen Jahren durch dieses zusätzliche Adjektiv bereichert, was er einige Jahre danach wieder verlieren und erst nach 1861 erneut erwerben wird.

Aus Angst vor Überfällen seitens Barbaren und Piraten, beschließt Martina Franca unter der Anjou-Herrschaft, den Ortskern durch eine breite Ringmauer zu schützen. Heute sind von dieser Verteidigungsanlage nur einige Zugangstore übrig, unter denen vor allem das Tor „Santo Stefano“ hervorsticht, der Eintritt zur Altstadt.

Im 16. Jahrhundert fällt das Lehnsgut von Martina Franca in die Hände der Herzoge Caracciolo aus Neapel. Diese Familie stellt die Krönung in der Wachstumsspanne des Ortes dar, so findet in der Tat in der zweiten Hälfte des Jahres 1600, unter dem Herzog Petracone V Caracciolo, in Martina Franca ein bedeutender architektonischer Aufschwung statt und genau in diesem Zeitraum wird auch der Herzogspalast gebaut.

Die Sankt-Martins-Basilika wird ebenfalls unter der Leitung der Familie Caracciolo errichtet, doch muss man noch einige Jahre weiter vor gehen, nämlich in das Jahr 1747, als der erste Stein für den Bau des heiligen Ortes durch den Herzog Francesco II gelegt wurde. Die Aufklärung hält für die Stadt einen weiteren wichtigen Zeitraum städtischen und wirtschaftlichen Wachstums bereit, auch begünstigt durch die Entwicklung der Zucht und Landwirtschaft, die in dieser Zeit die Hauptaktivitäten waren.

Trotz der Wohltaten, die die neapolitanische Familie dem Ort Martina Franca erbracht hatte, gefiel der Bevölkerung die Präsenz der Herzöge nicht immer: 1646 leitete ein Schmied, der unter dem Namen „Eisenkopf“ bekannt war, eine Protestbewegung gegen die Herzöge, die im Nichts verlief und die Familie Caracciolo somit ihre Lehensherrschaft bis 1827 aufrecht erhielt.  Während der Jahre des „Risorgimento“ wurde der Ort von liberalen Ideen beeinflusst.

Der Herzogspalast in Martina Franca

Martina Franca, wie auch viele andere Ortschaften Apuliens, war Teil der Besitztümer von Raimondello Orsini del Balzo, der in dieser Stadt eines seiner mittelalterlichen Schlösser bauen ließ. Als dieses Lehensgut Herzogtum wurde, ließ die Familie Caracciolo das Schloss abreißen und baute an dessen Stelle einen mächtigen Herzogspalast. Der Beginn der Arbeiten geht auf 1668 zurück, auf Wunsch des Herzogs Petracone V, der Gian Lorenzo Bernini rief, um die Bauarbeiten zu überwachen.

Die ganz und gar barocke Fassade des Palastes teilt mit ihren Lisenen und einem Balkon das Äußere in zwei Teile. Auf Wunsch des Herzogs wurden unter der Eisenbalustrade vier Unheil abwehrende Masken in den Stein gehauen, die die bösen Geister vertreiben sollten: die beiden mittigen Figuren sind Alchemisten mit Brillen, die beiden Seitenfiguren wurden mit herausgestreckter Zunge dargestellt.

Das Werk wird ein Jahrhundert später fertiggestellt werden, unter dem Herzog Francesco III Caracciolo, der die Verzierungen des Palastes seinem Hofkünstler überließ: Domenico Carella.

Die Aufgabe dieses Malers war es, den Adelswohnsitz des Herzogs gemäß des Geschmacks des 18. Jahrhunderts bestmöglich zu verschönern. Schon vom Eingang des Palastes hat man den Eindruck vor einem wahrhaftigen Meisterwerk zu stehen. Der Herzog liebte es, durch ein kleines Zimmer in den Palast einzutreten, in dem einige Objekte seines täglichen Lebens dargestellt sind: Tassen und Krüge auf Konsolen, aber auch Cameos, die an  Wänden hängen, die an Bühnenvorhänge erinnern.

Durchquert man die Originaltore aus dem 18. Jahrhundert, kann man die drei Hauptsäle bewundern, die für den Empfang von Gästen bestimmt waren.

Der erste ist der Saal der Bibel, in dem heilige Szenen zu sehen sind sowie Symbole der menschlichen Laster und Tugenden. Obwohl sich die Szenen auf vergangene Zeitalter und geografisch weit entfernte Orte beziehen, sind die Figuren gemäß des typischen Geschmacks der Epoche dargestellt, mit entsprechender Kleidung und zeitgemäßem Schmuck.

Dies war so üblich in der Kunst des 18. Jahrhunderts, um den Gästen das Gefühl zu vermitteln, den auf den Wänden dargestellten Bildern ganz nah zu sein.

Der zweite ist der Saal der Mythen, mit Darstellungen aus der griechischen und lateinischen Mythologie. Entlang der Wände finden wir die Ereignisse um Apollon und Daphne, Nessos und Deϊaneira. Die Mittelwand ist dem Duell zwischen Atalante und Hippomenes gewidmet, während an der Decke Herkules zu sehen ist, der Hesione vor einem Ungeheuer rettet. Die Geschichten um Herkules ziehen sich bis in den Tanzsaal fort: der mythologische Held wird zum Zeitpunkt seiner Krönung dargestellt und etwas weiter unten sieht man einen kleinen Engel mit Malpalette und Pinsel.

Dieses kleine Detail weist angeblich darauf hin, dass das Gesicht Herkules in Wirklichkeit das des Malers Carella sei. Der Künstler ist nicht der Einzige, der in den Gemälden auftaucht, im Arkadien-Saal kann man z. B. den Herzog Francesco III Caracciolo und weitere Familienmitglieder sehen. Die in diesem Zimmer interpretierten Szenen lehnen sich an das Glücks-Ideal des 18. Jahrhunderts an, dargestellt durch das Leben in enger Verbindung mit der Natur und der aufgeklärten Kultur, was eine einfache und spontane Freude zur Folge hätte.

Die Fresken des Herzogspalastes in Martina Franca sind das wahre Sinnbild des Kunstgeschmacks des 18. Jahrhunderts, der keinen Wert auf große Gemälde und Räumlichkeiten legte, sondern eher kleine Details hervorhob, die versteckte Bedeutungen und eigenartige Rätsel bargen.

Die Sankt-Martins-Basilika

Die Sankt-Martins-Basilika steht auf dem Platz, auf dem in der Vergangenheit bereits zwei weitere Kultusgebäude standen. Das erste geht auf das Zeitalter vor der Anjou-Herrschaft zurück, war recht klein und nahm nur einen geringen Teil des aktuellen Gebäudes ein.

Das zweite war in spät-gotischem Stil und viel größer als das erste, es entsprach fast vollständig dem Grundriss der aktuellen Basilika.

1743 wurde die Stadt durch ein Erdbeben schwer beschädigt und die Kirche zerstört. Nichts desto trotz legte die Bevölkerung Martina Francas nur wenige Jahre später, nämlich am 5. Mai 1747 den ersten Stein für den Bau eines neuen Tempels. Die Sankt-Martins-Basilika lässt der Einfachheit keinen Platz und präsentiert sich der Welt im Rokoko-Stil. Die Fassade besticht durch die Statue des Heiligen Martins auf dem Pferd, der seinen Mantel teilt, um einem Bettler einen Teil zu überlassen.

Geht man in die Basilika hinein, hat man das Gefühl ein Theater zu betreten, wegen der Logen entlang der Seiten. Das wahre Schauspiel sind die Verzierungen im Inneren: prunkvoll und farbenfroh. Der mehrfarbige Marmor, die wertvollen Gemälde, die Statuen, die Altäre und Kapellen scheinen einen gezielt zu dem herrlichen Hauptaltar leiten zu wollen.

Eine Wonne an Kunst, die die Figur des Sankt Martin umgibt, geschützt von den beiden Statuen, die Hoffnung und Nächstenliebe darstellen. Die Bevölkerung Martina Francas wollte auf diese Weise ihre tiefe Ergebenheit für den Heiligen von Tours ausdrücken, dem die Stadt und der mittelalterliche Volksglaube Gnaden und Wunder zugesprochen haben.

Das Kloster der Augustinerinnen

Vor langer Zeit gab es in Martina Franca ein Franziskaner-Kloster, das dem Heiligen Franz von Assisi gewidmet war. Heute ist von diesem alten Gebäude nur eine Marmor-Gedenktafel übrig, die im Kreuzgang des Augustinerinnen-Klosters steht.

Die Zerstörung dieses Kultusortes ist dem Bischof Tommaso Caracciolo zu verdanken, der im Auftrag des Papstes ein Kloster weiblicher Klausur errichten ließ, nach der Heiligen Maria der Reinheit der Augustinerinnen benannt.

Das Kloster ist ein mächtiger Bau, für den zahlreiche umliegende Gebäude zerstört werden mussten, darunter auch die Kirche des Heiligen Nicola der Apenninen. Es wurden nur adlige Mädchen aus Martina Franca aufgenommen und natürlich auch einige der Töchter der Herzöge Caracciolo. Dadurch sicherte sich der Orden ein beträchtliches Vermögen an Immobilien und Kapital, was durch stetige Spenden noch mehr gefördert wurde.

Die Mädchen, die sich für den Klosterorden entschieden, mussten die strengen Regeln akzeptieren, die sich an den Geboten des Heiligen Augustin orientierten. Am Eingang des Klosters steht ein Tor im Barock-Stil, das von der Statue des Heiligen Augustin überragt wird.

Das Innere wurde mehrfach umgebaut, konnte aber glücklicherweise einige wertvolle Elemente bewahren, wie z. B. ein Gemälde, das das Abendmahl darstellt und Domenico Carella zugesprochen wird.

Im oberen Stockwerk befindet sich eine gelöcherte Balustrade, von der aus die Nonnen die Außenwelt beobachten konnten, ohne gesehen zu werden und dadurch die eigene spirituelle Integrität bewahrten.

Der charakteristischste Punkt des Klosters ist das „Belvedere“, mit seinen harmonischen, rundlichen Formen, die an einen Glockenturm erinnern. Dies ist der höchste Punkt Martina Francas, von hier oben kann man die ganze Stadt und die Trulli des Itria-Tals überblicken.

Wenige Jahrzehnte nach der Eröffnung des Klosters, wurde das Konservatorium Santa Maria della Misericordia gebaut, in das auch Mädchen aus der einfachen Bevölkerungsschicht aufgenommen werden konnten.

Die Kirche San Domenico

Die Kirche San Domenico ist zweifellos die jüngste unter allen Kirchen in Martina Franca, sie wurde im 18. Jahrhundert gebaut. Trotz des Zeitalters, ist die Fassade in Barock-Stil und wird von der Statue von San Domenico überragt, der von Engeln umgeben ist.

Das Eingangstor wird durch einen wertvoll angefertigten Rahmen bereichert. Das Innere ist eine Wonne an mehrfarbigem Marmor, Altären und Gemälden.

Die Kirche Carmine

Die Kirche Carmine steht außerhalb des bewohnten Ortes und wurde nach den Leitlinien des Barock errichtet. Die Fassade ist reich an Nischen, die besondere Kuppel ist achteckig. Das Innere der Kuppel wurde mit geometrischen Motiven verziert, die optische Täuschungen hervorrufen, doch dies ist nicht das einzige wichtige Element der Kirche. So sind in der Tat in dieser Kirche einige Meisterwerke der apulischen Kunst aufbewahrt: eine mehrfarbige Statue von Stefano da Putignano, der zu den bedeutenden Namen der südlichen Bildhauerkunst gezählt wird; ein wertvolles Kreuz und ein Gemälde, das die Madonna del Carmine darstellt, von Heiligen umgeben.

Der Wald Pianelle

Zwischen Martina Franca und Massafra gibt es einen Ort, der aus einem Märchenbuch zu stammen scheint. Es ist ein Wald, in dem sich die Kinder leicht den kleinen Däumling vorstellen können, der die Krümel verteilt, Hänsel und Gretels Lebkuchenhaus oder Schneewittchens sieben Zwerge, die nach einem Arbeitstag fröhlich nach Hause kommen.

Der Wald Pianelle ist in der Tat nicht nur ein einfacher Wald: er ist ein Biotop. Ein Biotop ist ein Ort, an dem bestimmte Tierarten leben, wie z. B. seltene Schmetterlinge, Säugetiere und Reptilien, die zwischen dem mediterranen Buschwald und Bäumen, wie Eichen und Buchen, Schutz gefunden haben. Der Wald Pianelle ist auch mit Martina Francas Geschichte verbunden, da in diesem Gebiet zahlreiche archäologische Funde gemacht wurden, die eine vorgeschichtliche Ansiedlung bestätigen.

Ferner zogen sich Jahrhunderte später zwischen diese Bäume und Sträucher Räuber zurück, die von hier starteten und nach ihren Überfällen wieder hierher zurückkehrten.

Heute stellt der Wald Pianelle einen Lichtblick im Bereich der übergreifenden Erziehung dar. Er wird von einer Gruppe örtlicher Vereine verwaltet, die Theatervorstellungen, Ausstellungen und Workshops organisieren sowie Picknick-Bereiche zur Verfügung stellen.

Wenn man den Wald alleine für sich erleben möchte, sind seine Wege der ideale Ort für Trekking oder Mountain Bike Ausflüge. Im Wald Pianelle kann man den Gedanken freien Lauf lassen und die Welt genießen.

Das Festival des Itria-Tals

Habt ihr schon mal ein Sorbet-Konzert genossen? Vielleicht in einem Barock-Saal, an einem Nachmittag im Sommer, wenn die heißen Stunden langsam eine Atempause gewähren und die Sonne über den Olivenbäumen und Denkmälern untergeht….

Der Name „Sorbet-Konzert“ wurde nicht von einem Sterne-Küchenchef erfunden, sondern steht für kleine Konzerte, denen man z. B. im Kreuzgang der Kirche San Domenico lauschen kann und die Teil des langen Festival-Programms des Itria-Tals sind.

Der Ort, der hauptsächlich Musikliebhaber willkommen heißt, ist der Herzogspalast in Martina Franca, doch da sind auch noch die Kirchenschiffe der Sankt Martins-Kirche, die Kreuzgänge, die Plätze, die Gässchen des Ortes, die die Musikfreunde mit offenen Armen empfangen.

Auch darin ist Martina Franca elegant, in der Musik, im Gegenteil, nicht auch, sondern vor allem in der Musik!

Die wunderbaren Kompositionen aus dem 17. Jahrhundert, vermischen sich mit denen aus dem 20., unveröffentlichte Titel gesellen sich zu den bekanntesten, aber kaum gehörten, vielleicht vergessenen Stücken, debütierende Stimmen folgen den großen Dirigenten in einem Labyrinth an Melodien und Musik, zur Freude der Zuhörer.

Jedes Jahr lockt das Festival des Itria-Tals zahlreiche neugierige und Musik liebende Besucher in die Stadt, die bewusst in diese Atmosphäre eintauchen, die an die prunkvollen Empfänge der Herzöge Caracciolo erinnert.

Seit 1975 widmet der Ort Martina Franca mit dem Herzogspalast mehrere Tage der klassischen Musik, und macht sie für alle zugänglich, dank der Stiftung „Paolo Grassi“, die das Festival des Itria-Tals organisiert und jedes Jahr Seminare und Workshops anbietet, um die Opernmusik auch denen näherzubringen, die noch weit davon entfernt sind.

Donato Carrisi

Im Februar 2016 kommt in den spanischen Buchhandlungen das neueste literarische Werk von Donato Carrisi heraus, der dem großen Publikum als der meist verkaufte italienische Thriller-Schriftsteller vorgestellt wird. In Italien ist dies längst kein Geheimnis mehr, er hat schon über drei Millionen Ausgaben verkauft, was ihn offiziell zum zeitgenössischen Meister des italienischen Thrillers gemacht hat.

Donato Carrisi wurde 1973 in Martina Franca geboren.

Als Jugendlicher zieht er nach Rom, wo er eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Zeitung “Corriere della Sera” startet und seinen Abschluss in Rechtswissenschaften macht. Danach spezialisiert er sich in Kriminologie und Verhaltenswissenschaften.

Bevor er als Schriftsteller durchstartet, beginnt seine Karriere als Drehbuchautor für Theaterwerke und danach für Fernseh-Science-Fiction Stücke. 2009 veröffentlicht er sein Erstwerk „Der Souffleur“, mit dem er einen Preis gewinnt. Von dem Moment an stieg sein Erfolg unaufhaltsam und er brachte zahlreiche weitere Krimis raus.

2016 veröffentlicht er „Das Mädchen im Nebel“ und 2017 unterschreibt er das Drehbuch und die Kinoverfilmung dieses Romans. Am 4. Dezember 2017 kam sein neuestes Werk in die Buchhandlungen: „Der Mann im Labyrinth“, herausgegeben von Longanesi.

Rosaria Console

Rosaria (Rosalba) Console ist eine italienische Marathon-Läuferin, die 1979 in Martina Franca geboren wurde. Sie begann ihre sportliche Karriere mit 11 Jahren, als sie mit dem Kunstturnen anfing. 2001 lief sie in Padova ihren ersten Marathon und stieg immer weiter auf, trotz einiger körperlicher Probleme, die ihr Schwierigkeiten bereiteten. Rosaria Console kann sechs persönliche Rekorde vorweisen, den Sieg des Wiener Marathonlaufs von 2004, sechs italienische Titel und eine Goldmedaille bei einer Universiade.

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“Capocollo” (Schweinewurst) aus Martina Franca

Seit einigen Jahren ist der Name Martina Franca eng mit dem “capocollo” verbunden. Eine Wurstware, die genau in diesem Ort hergestellt und in die ganze Welt exportiert wird. Diese Schweinewurst aus Martina Franca wird in einem langen und sorgfältigen Prozess verarbeitet, der zwei Phasen vorsieht:

die Gerbung und die Trocknung. Das Ergebnis ist eine Wurst, die wirklich allen schmeckt. Der „capocollo“ aus Martina Franca wird auch durch die Einrichtung „Slow Food“ geschützt.

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